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Bildquelle: proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski

Zahnbehandlungsangst: Kann Musik helfen?

In manchen Zahnarztpraxen gibt es bereits etwas „auf die Ohren“, wenn eine anstrengende Behandlung ansteht: Musik. Viele Patienten haben die Erfahrung gemacht, dass die Belastungen leichter zu ertragen sind, wenn das Hirn mit Musik beschäftigt wird. Dass diese Patienten sich nicht täuschen, hat kürzlich eine Stunde belegt. Eine internationale Wissenschaftlergruppe hat sich relevante Studien (insgesamt rund 80, über 7000 Patienten waren beteiligt) zu diesem Thema angeschaut und im Rahmen dieser Metaanalyse überprüft, ob es übereinstimmende Ergebnisse gibt. Und: Sie haben überzeugende Belege dafür gefunden, dass Musik wirkt. Spannenderweise entspannt nicht nur Musik bei der Behandlung, sondern auch davor und danach. Dabei wurden nicht nur Ängste der Patienten gelindert, sondern auch operationsbegleitende Schmerzen. Nicht zuletzt war die Behandlung dadurch auch für das Zahn/Arzt-Team entspannter. Auch der Zeitpunkt der Musik-Intervention erwies sich als relevant: Sollte Angst reduziert werden, war Musik vor der Behandlung sinnvoll, ging es um Schmerz-Reduktion, eher nach der Operation. Spannenderweise hatte Musik sogar bei Patienten unter Vollnarkose noch eine stresslindernde Wirkung – sie hatten nach der Behandlung weniger Schmerzen als die Vergleichspatienten. Wie diese Metaanalyse auch zeigte: Musik hilft allen – egal in welchem Alter, mit welchem Geschlecht, mit welcher Musik und mit welcher Form der Narkose. Das Resümee der Wissenschaftler: Musik eignet sich gut, Ängste, Schmerz und Stress im Zusammenhang mit einer Operation zu reduzieren.

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