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Bildquelle: iStock/Maos

Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten: Was ist der Auslöser?



Eine gute Nachricht ist, dass heutzutage Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten (LKGS) sehr gut und nachhaltig erfolgreich zu behandeln sind – im späteren Leben ist meist kaum noch zu erkennen, dass jemand mit dieser angebotenen Fehlbildung zur Welt gekommen ist. LKGS gehören zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Die weniger gute Nachricht ist, dass man noch sehr wenig über die genetischen Ursachen weiß und damit Erkenntnisse zur Hand hätte, um die Entstehung möglicherweise ganz zu vermeiden. Dennoch geht es in der Forschung rund um die genetischen Ursachen voran. Beispielsweise hat kürzlich eine Studie an der Universität Bonn für Aufmerksamkeit gesorgt: Es wurden Genstörungen entdeckt, die mit der Entwicklung von LKGS in Zusammenhang stehen. Damit gibt es zu den schon bekannten rund 45 genetischen Abschnitten mit Fehlbildungsrisiken weitere Ergänzungen, die bei der Suche nach dem einen Schalter, der die Entwicklung stoppen könnte, weiterhelfen. LKGS entstehen, wenn sich beim Embryo der Mundraum entwickelt, vermutlich dadurch, dass die Gesichtsmuskulatur nicht „nach Plan“ wächst. Die Bonner Studie gehört zu einem großen Forschungskomplex rund um Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten einer Wissenschaftlergruppe in Berlin, die Daten und Genvariationen von rund 200 Kindern mit LKGS und deren Eltern beobachtet und untersucht. Die neuen Erkenntnisse bieten Ansatzpunkte für weitere Studien und stellen einen erneuten Fortschritt bei der Gewinnung von Ursachen-Erkenntnissen dar.

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