Was den Katzen ihre Schnurrhaare, sind den Delfinen ihre Zähne: Viele Tiere nutzen Ortungssysteme, um sich in dem Revier, wo sie unterwegs sind, zurechtzufinden. Wie jetzt Wissenschaftler einer japanischen Universität berichteten, nutzen Delfine für die Orientierung offenbar ihr Zähne. Diese scheinen Schallwellen zu empfangen und damit dem Tier Echos zu liefern zu seinem Umfeld. Grundsätzlich hatte man so etwas schon vermutet, nun aber konnte das Wissenschaftlerteam zeigen, dass die Delfin-Zähne aufgrund des überwiegend schwammartigen Kieferknochens beweglich im dortigen Zahnbett stehen und sich, was durchaus erstaunlich ist, zum Echo hin ausrichten können. Zudem sind sie mit einem ganzen Nervenbündel mit dem Wahrnehmungssystem verbunden und können somit auch feinste Echos weitermelden. Dass Delfine besonders gut hören können, hatte bereits zuvor auch das Militär erlebt: Auch sehr leise Sonargeräte hatten die Delfine bemerkt, ihr „Gehör“ war deutlich sensibler als erwartet. Der Einsatz von Sonargeräten in Küstenregionen kann für die Delfine schädigend bis lebensgefährlich sein. Die Gruppe der Delfine ist sehr artenreich, manche der über 40 Unterarten verfügt über bis zu 240 Zähne.

- 27. März 2025